Der erklärende Text , der mit jedem der vier analysierten Kriterien verbunden ist ( A-Formalismus, B-Materialität, C-Engagement , D-Kommunikation ) gibt die Position des Künstlers in der Kunstgeschichte und erinnert eventuell an die Kunstrichtungen , denen sie sich anschließt , oder an die Namen der Künstler die sich in einer ähnlichen Betrachtungsweise ausgedrückt haben. A : FORMALISMUS Welcher Typ der Formalisierung eines Werkes enthüllt sich beim Betrachten vom ersten Augenblick an? Eher der Abstrakte, eher der Bildliche, etc? (geordnet vom "immateriellsten" zum "realistischsten").A525 : Diverse dematerialisierte realitäten A520 : "Mixed Media" Addition unterschiedlicher Formalismen. Eher bei den jungen Künstlern Ende des XX./ Anfang des XXI. Jh. anzutreffen, häufig in Verbindung mit "Installationen" (Jason Rhodes, Rirkrit Tiravanija, ...).
B : MATERIALITÄT Beim zweiten Kriterium geht es um die Materialität von dem , was zu sehen gegeben ist. Geht es um Konzept pur , um Materienspiele , um entwendete Objekte , usw. (vom "Immaterialischsten" zum "Realsten" kodifiziet)B240 : Materialien oder Objekte in "Assemblagen", Collagen / Decollagen oder "Installationen" Beudetungsträchtige oder bedeutungslose Objekte (wenn nicht gar Rebus der Gesellschaft), die mit einem neuen Grundgedanken zusammengestellt werden: - ästhetisierend, wie im Falle der "Neuen Realisten" (Arman, Spoerri, César, …) ; der "Affichisten" (Jiri Kolar, M. Rotella, R. Hains, ...) - als Parodie, wie es bei den "Simulationisten" der Fall ist (Haïm Steinbach, ...) - in diversen und vielfältigen anderen "Installationen" wie bei bekannten Künstlern (Christian Boltanski, Edward Kienholz, ...) und vor allem bei zahlreichen Künstlern der neueren Generation. B230 : Materialität Strukturiert Strukturierte Kombinationen kombiniert willkürlich Linien, Farben, Materien oder Volumina auf eher strukturierte Art und Weise (Michail Heizer, Anish Kapoor, Miguel Barceló, ...). B270 : "mixed materials" Addition verschiedenster Materialitäten, die eher bei den jungen Künstlern Ende des XX./ Anfang des XXI. Jh. anzutreffen ist (wie z.B. mit "Relational Aesthetics") und häufig mit "Installationen" einhergeht (Fabrice Hybert, etc., etc., ...).
C : ENGAGEMENT In welchem Verhältnis Körper/Geist drückt sich der Künstler in seinem Werk aus?
Geordnet vom "Intellektuellsten" zum "Körperlichsten" , zum Beispiel vom "Conceptual Art" zum "Body Art", ...
C120 : Stärker der Intellektualität/ dem Wesen zugewandt Stärker der Intellektualität/ dem Wesen zugewandt Innere Arbeit, die eher auf das Projektive ausgerichtet ist : Traumkunst, Poesie, Lyrik, die Erfahrung des halluzinogenen... zur "Projektivierung" einer Innerlichkeit (Henri Michaux, Wols, ...). C110 : Stärker der Intellektualität/ dem Wesen zugewandt Konzeptualitäten Spezifische Hinterfragungen von Bruce Naumann bis Daniel Buren; das "Kunstsystem" hinterfragt seine eigenen Grundlagen oder seine Geschichte (C.M Mariani, Wim Delvoye, Komar und Melamid, ...).
D : KOMMUNIKATION Drückt der Künstler die feste Absicht aus, über seine Werke eine beliebige Botschaft vermitteln zu wollen? (geordnet vom "spirituellsten" zum am ausgesprägtesten "Gesellschaftbezogenen").D115 : über das Signifikat in unterschiedlicher Erzählung und Symbolik Allegorisch, metaphorisch (die Materialien J. Beuys', ...), analytisch (die "Suiten von Fibonacci" von Mario Merz, oder jene Robert Fillious', ...), kritisch (von Henri Cueco bis Hans Haacke oder Guillaume Bijl, ...). D150 : über den Signifikanten Vom Prinzip ausgehend, dass Arbeiten über die Signifikanten in sich einen angenommen Diskurs bergen (als Beispiel: "les châssis" von Daniel Dezeuze, etc., etc., ...). weil es eine tatsächlich "lesbare" Botschaft in sich führt (Leuchtschriftbotschaften von Jenny Holzer, Texte von Ben oder On Kawara, ...). D165 : stärker dem "Gesellschaftlichen" zugeneigt über die "Relationelle Ästhetik" "Installationen" von Rirkrit Tiravanija, Thomas Hirschhorn, Mathieu Laurette, ...). REBOUX Brigitte amimartiens.free.fr |