Der erklärende Text , der mit jedem der vier analysierten Kriterien verbunden ist ( A-Formalismus, B-Materialität, C-Engagement , D-Kommunikation ) gibt die Position des Künstlers in der Kunstgeschichte und erinnert eventuell an die Kunstrichtungen , denen sie sich anschließt , oder an die Namen der Künstler die sich in einer ähnlichen Betrachtungsweise ausgedrückt haben. A : FORMALISMUS Welcher Typ der Formalisierung eines Werkes enthüllt sich beim Betrachten vom ersten Augenblick an? Eher der Abstrakte, eher der Bildliche, etc? (geordnet vom "immateriellsten" zum "realistischsten").A520 : "Mixed Media" Addition unterschiedlicher Formalismen. Eher bei den jungen Künstlern Ende des XX./ Anfang des XXI. Jh. anzutreffen, häufig in Verbindung mit "Installationen" (Jason Rhodes, Rirkrit Tiravanija, ...). A120 : Werke mit optischen Spielen Ziele, realisiert anhand von verschiedenen mechanischen Vorrichtungen die unter Umständen Lichteffekte hervorbringen wie in der "Lichtkinetik" oder der "Kybernetischen Kunst" (Nicolas Schöffer, Julio Le Parc, ...). Bis hin zu den "Lichtkästen" von Jenny Holzer. A530 : Verschiedene Formalismen Typen der Formalisierung, die nicht in den vorhergehenden Rubriken einzuordnen sind.
B : MATERIALITÄT Beim zweiten Kriterium geht es um die Materialität von dem , was zu sehen gegeben ist. Geht es um Konzept pur , um Materienspiele , um entwendete Objekte , usw. (vom "Immaterialischsten" zum "Realsten" kodifiziet)B240 : Materialien oder Objekte in "Assemblagen", Collagen / Decollagen oder "Installationen" Beudetungsträchtige oder bedeutungslose Objekte (wenn nicht gar Rebus der Gesellschaft), die mit einem neuen Grundgedanken zusammengestellt werden: - ästhetisierend, wie im Falle der "Neuen Realisten" (Arman, Spoerri, César, …) ; der "Affichisten" (Jiri Kolar, M. Rotella, R. Hains, ...) - als Parodie, wie es bei den "Simulationisten" der Fall ist (Haïm Steinbach, ...) - in diversen und vielfältigen anderen "Installationen" wie bei bekannten Künstlern (Christian Boltanski, Edward Kienholz, ...) und vor allem bei zahlreichen Künstlern der neueren Generation. B250 : Tautologie Alle Objekte, Materialien, etc...die wieder aufgenommen und einzeln als solche präsentiert werden. Bearbeitete Objekte insbesondere Skulpturen aus Holz, Stein, etc. Aber auch gefundene, recycelte oder bearbeitete Objekte (besonders im Art Brut).
C : ENGAGEMENT In welchem Verhältnis Körper/Geist drückt sich der Künstler in seinem Werk aus?
Geordnet vom "Intellektuellsten" zum "Körperlichsten" , zum Beispiel vom "Conceptual Art" zum "Body Art", ...
C120 : Stärker der Intellektualität/ dem Wesen zugewandt Stärker der Intellektualität/ dem Wesen zugewandt Innere Arbeit, die eher auf das Projektive ausgerichtet ist : Traumkunst, Poesie, Lyrik, die Erfahrung des halluzinogenen... zur "Projektivierung" einer Innerlichkeit (Henri Michaux, Wols, ...). C110 : Stärker der Intellektualität/ dem Wesen zugewandt Konzeptualitäten Spezifische Hinterfragungen von Bruce Naumann bis Daniel Buren; das "Kunstsystem" hinterfragt seine eigenen Grundlagen oder seine Geschichte (C.M Mariani, Wim Delvoye, Komar und Melamid, ...).
D : KOMMUNIKATION Drückt der Künstler die feste Absicht aus, über seine Werke eine beliebige Botschaft vermitteln zu wollen? (geordnet vom "spirituellsten" zum am ausgesprägtesten "Gesellschaftbezogenen").D160 : über den Signifikanten Vom Prinzip ausgehend, dass Arbeiten über die Signifikanten in sich einen angenommen Diskurs bergen (als Beispiel: "les châssis" von Daniel Dezeuze, etc., etc., ...). wenn das Werk selbst der Signifikant ist von der "Fountain" Marcel Duchamps über die Schachtel "Merda d’Artiste" von Manzoni oder die "Staubsauger" von Jeff Koons, ... D165 : stärker dem "Gesellschaftlichen" zugeneigt über die "Relationelle Ästhetik" "Installationen" von Rirkrit Tiravanija, Thomas Hirschhorn, Mathieu Laurette, ...). LEGROS Didier www.didierlegros.com |