Der erklärende Text , der mit jedem der vier analysierten Kriterien verbunden ist ( A-Formalismus, B-Materialität, C-Engagement , D-Kommunikation ) gibt die Position des Künstlers in der Kunstgeschichte und erinnert eventuell an die Kunstrichtungen , denen sie sich anschließt , oder an die Namen der Künstler die sich in einer ähnlichen Betrachtungsweise ausgedrückt haben. A : FORMALISMUS Welcher Typ der Formalisierung eines Werkes enthüllt sich beim Betrachten vom ersten Augenblick an? Eher der Abstrakte, eher der Bildliche, etc? (geordnet vom "immateriellsten" zum "realistischsten").A125 : Werke mit optischen Spielen Ziele, realisiert anhand von Digitale Vorrichtungen (mit allerlei neuesten Vorrichtungen, die Computer verwenden). A220 : Abstrakt Abstraktion mit Zeichen Das Gesamtwerk bleibt Abstrakt, beinhaltet aber (oder besteht ausschliesslich aus): die Schriftelemente mit Sinn bilden von den "Lettristen" (Isidore Isou, Maurice Lemaitre, …) bis hin zu den "Konzeptuellen" (Joseph Kossuth, Roman Opalka, …); die Schrift zwischen Formalismus und Kommunikation in reiner Form (Ben, On Kawara, Barbara Kruger, ...). A380 : Figurationen Expressionistische Figurationen Aus-druck des kochenden, wenn nicht gar gewalttätigen Innenlebens eines Künstlers der sich, im Gegensatz zum "Abstrakten Expressionisten", über die zahlreichen Möglichkeiten der Materialisation der Figur offenbart (vom historischen Expressionismus über COBRA, vom "Violent Painting" bis zu den "Neuen Wilden", ...), Grafitis, Logos, Street Art Ausdruck durch die gemalte Schrift: Tags oder Grafitis, sobald sie zu Bildern werden (A.R.Penck, ...); zu Logos (Gerôme Mesnager, Speedy Graphito, ...); der Hip-Hop Kultur (verschiedene Kollektive wie; Blade, Crash, ...).
B : MATERIALITÄT Beim zweiten Kriterium geht es um die Materialität von dem , was zu sehen gegeben ist. Geht es um Konzept pur , um Materienspiele , um entwendete Objekte , usw. (vom "Immaterialischsten" zum "Realsten" kodifiziet)B190 : Materialität Strukturiert Linien / Ebenen / Zeichnung Wichtigkeit der Linien, die Farbfeldern oder den in ihnen enthaltenen Zeichnungen Struktur geben (R.Indiana, P. Stampfli, V. Adami, H. Télémaque, M. Sanejouand, Aki Kuroda,...). Oder auch die Wichtigkeit des "Strichs" für die Zeichnung (Hans Bellmer, Pierre Klossowski, J.L.Guitard,...).
C : ENGAGEMENT In welchem Verhältnis Körper/Geist drückt sich der Künstler in seinem Werk aus?
Geordnet vom "Intellektuellsten" zum "Körperlichsten" , zum Beispiel vom "Conceptual Art" zum "Body Art", ...
C110 : Stärker der Intellektualität/ dem Wesen zugewandt Konzeptualitäten Spezifische Hinterfragungen von Bruce Naumann bis Daniel Buren; das "Kunstsystem" hinterfragt seine eigenen Grundlagen oder seine Geschichte (C.M Mariani, Wim Delvoye, Komar und Melamid, ...).
D : KOMMUNIKATION Drückt der Künstler die feste Absicht aus, über seine Werke eine beliebige Botschaft vermitteln zu wollen? (geordnet vom "spirituellsten" zum am ausgesprägtesten "Gesellschaftbezogenen").D140 : über den Signifikanten Vom Prinzip ausgehend, dass Arbeiten über die Signifikanten in sich einen angenommen Diskurs bergen (als Beispiel: "les châssis" von Daniel Dezeuze, etc., etc., ...). Exploration und Deklination einer selben Thematik oder ein und derselben Ressource (Objekt, Materie,...) um es soviel wie möglich ausdrücken zu lassen (die "Saintes Victoires" Cézannes, die "Marylins" von Andy Warhol, die "Methoden" Rutaults, die "Körper" von J. und D. Chapman oder von Katharina Fritsch, ...) oder eine und dieselbe Ressource (Objekte, Materien, etc.: die "Bananen" von G. Titus Carmel; die "Soldaten" Miraldas; die "Zigarettenstummel" von Damien Hirst ...), deren Facetten nacheinander ausgeleuchtet werden. DUHAMEL-HERZ Marina http://www.signalisationroutiere.net |