Der erklärende Text , der mit jedem der vier analysierten Kriterien verbunden ist ( A-Formalismus, B-Materialität, C-Engagement , D-Kommunikation ) gibt die Position des Künstlers in der Kunstgeschichte und erinnert eventuell an die Kunstrichtungen , denen sie sich anschließt , oder an die Namen der Künstler die sich in einer ähnlichen Betrachtungsweise ausgedrückt haben. A : FORMALISMUS Welcher Typ der Formalisierung eines Werkes enthüllt sich beim Betrachten vom ersten Augenblick an? Eher der Abstrakte, eher der Bildliche, etc? (geordnet vom "immateriellsten" zum "realistischsten").A320 : Figurationen Traditionelle Figurationen von der poetischsten Vision über die zartfühlendste Wahrnehmung dessen, was unser Leben und unsere Umwelt ausmacht, ausgedrückt in den unterschiedlichen Formen der Malerei "Französischer Tradition". (von den provenzalischen Landschaften Cézannes, den Blumensträussen Van Goghs und Boudins Marinemalereien bis zu den Porträts Kislings...). A350 : Figurationen Expressionistische Figurationen Aus-druck des kochenden, wenn nicht gar gewalttätigen Innenlebens eines Künstlers der sich, im Gegensatz zum "Abstrakten Expressionisten", über die zahlreichen Möglichkeiten der Materialisation der Figur offenbart (vom historischen Expressionismus über COBRA, vom "Violent Painting" bis zu den "Neuen Wilden", ...), eher materisch und/oder wie bei den “Koloristen“ Der Aus-druck wird insbesondere durch die sättigung oder die Architektonik (den "Aufbau" der Materialien) der verwendeten farbigen Materialien (Corneille, Karel Appel, Bengt Lindström, Miguel Barceló, ...).
B : MATERIALITÄT Beim zweiten Kriterium geht es um die Materialität von dem , was zu sehen gegeben ist. Geht es um Konzept pur , um Materienspiele , um entwendete Objekte , usw. (vom "Immaterialischsten" zum "Realsten" kodifiziet)B180 : Materialität Gemischte Materialität : Strukturiert/ Unstrukturiert Werke, deren "Unstrukturiertheit" "strukturiert" ist und umgekehrt (Wiederholungen von Formen, Zeichen, Materien... Viallat, Toroni, Degottex, Hantaï,...). B230 : Materialität Strukturiert Strukturierte Kombinationen kombiniert willkürlich Linien, Farben, Materien oder Volumina auf eher strukturierte Art und Weise (Michail Heizer, Anish Kapoor, Miguel Barceló, ...).
C : ENGAGEMENT In welchem Verhältnis Körper/Geist drückt sich der Künstler in seinem Werk aus?
Geordnet vom "Intellektuellsten" zum "Körperlichsten" , zum Beispiel vom "Conceptual Art" zum "Body Art", ...
C130 : Stärker der Intellektualität/ dem Wesen zugewandt Stärker der Intellektualität/ dem Wesen zugewandt Innere Arbeit, die eher auf das Introspektive ausgerichtet ist : innere Landschaften, Gefühle, Empfindungen (Arpad Szenes, ...), Ausgeglichenheit ("Monochrome" von Yves Klein, ...), Gleichgewicht ("Mandalas" von Augustin Lesage oder Adolf Wölfli, ...), Erinnerung (Boltanskis "Dosen", ...) Für die Suche nach einem "empfundenen" Gleichgewicht. C190 : Stärker zur Körperlichkeit/ den Sinnen Das Werk als Ergebnis einer Handlung Gestik Das Werk als Ergebnis einer körperlichen, und doch im wesentlichen manuellen Gestik: vom "Dripping" Jackson Pollocks über die "lyrische Abstraktion" Georges Mathieus, hin zu den "Perforationen" L. Fontanas und der enthäuteten Figuration V. Vélickovics.
D : KOMMUNIKATION Drückt der Künstler die feste Absicht aus, über seine Werke eine beliebige Botschaft vermitteln zu wollen? (geordnet vom "spirituellsten" zum am ausgesprägtesten "Gesellschaftbezogenen").D115 : über das Signifikat in unterschiedlicher Erzählung und Symbolik Allegorisch, metaphorisch (die Materialien J. Beuys', ...), analytisch (die "Suiten von Fibonacci" von Mario Merz, oder jene Robert Fillious', ...), kritisch (von Henri Cueco bis Hans Haacke oder Guillaume Bijl, ...). DIAS LOOTEN Florence http://www.dias-looten.com |