Der erklärende Text , der mit jedem der vier analysierten Kriterien verbunden ist ( A-Formalismus, B-Materialität, C-Engagement , D-Kommunikation ) gibt die Position des Künstlers in der Kunstgeschichte und erinnert eventuell an die Kunstrichtungen , denen sie sich anschließt , oder an die Namen der Künstler die sich in einer ähnlichen Betrachtungsweise ausgedrückt haben. A : FORMALISMUS Welcher Typ der Formalisierung eines Werkes enthüllt sich beim Betrachten vom ersten Augenblick an? Eher der Abstrakte, eher der Bildliche, etc? (geordnet vom "immateriellsten" zum "realistischsten").A150 : Abstrakt Geometrische Gestaltung : ohne orthonormale Anordnung "Post Kubismus" mit streng ebenmässigen, stark dekonstruierten Flächen ohne orthonorme Anordnung. (Robert Delaunay, Maurice Estève, Jean Dewasne, Herbin, ...). A180 : Abstrakt Unkonstruierte Abstraktion : "Informel" Materialkunst / Flecken vom "Wolkigsten" zum "Stofflichsten", Spiel mit den Subtilitäten der bildlichen Materie und ihren Farbräumen (Zao Wou Ki, Sam Francis, Ben-Rath, …).
B : MATERIALITÄT Beim zweiten Kriterium geht es um die Materialität von dem , was zu sehen gegeben ist. Geht es um Konzept pur , um Materienspiele , um entwendete Objekte , usw. (vom "Immaterialischsten" zum "Realsten" kodifiziet)B190 : Materialität Strukturiert Linien / Ebenen / Zeichnung Wichtigkeit der Linien, die Farbfeldern oder den in ihnen enthaltenen Zeichnungen Struktur geben (R.Indiana, P. Stampfli, V. Adami, H. Télémaque, M. Sanejouand, Aki Kuroda,...). Oder auch die Wichtigkeit des "Strichs" für die Zeichnung (Hans Bellmer, Pierre Klossowski, J.L.Guitard,...). B200 : Materialität Strukturiert Vorrang der Farben mit ihrer innewohnenden, symbolträchtigen, historischen und sozialen Stärke ("das Blau" von Monory, "das Rot" von G.Fromanger) kommt den Farben hier die grösste Bedeutung zu (Jules Olitsky, Peter Halley, ...). B210 : Materialität Strukturiert Vorrang der Materien ihrer Dicke, ihrer Zusammensetzung oder ihrer eher strukturierten architektonischen Ausrichtung (die Art, wie die Materie "aufgebaut" ist) kommt hier die grösste Bedeutung zu (Eugène Leroy, Bertrand Lavier, ...).
C : ENGAGEMENT In welchem Verhältnis Körper/Geist drückt sich der Künstler in seinem Werk aus?
Geordnet vom "Intellektuellsten" zum "Körperlichsten" , zum Beispiel vom "Conceptual Art" zum "Body Art", ...
C140 : Stärker der Intellektualität/ dem Wesen zugewandt Stärker der Intellektualität/ dem Wesen zugewandt Innere Arbeit, die eher auf das Fantasmatische ausgerichtet ist Fantasmen aller Arten, sowohl sexueller, sozialer, religiöser als auch jeder anderen Natur, solange sie formell beherrscht sind (von Georgia O'Keeffe oder Annette Messager über Clovis Trouille, ...). C160 : Stärker zur Körperlichkeit/ den Sinnen Durch den Ausdruck einer "Menschheit" (vom Leben bis hin zum Tod) - sei sie faktuel Art (John de Andrea, Duane Hanson, Itsvan Sandorfi, ...) - oder symbolisch (James Ensor, G. Rouault, F. Gruber, Zoran Music, Rebeca Stevenson, Jan Vercruysse, ...), ...
D : KOMMUNIKATION Drückt der Künstler die feste Absicht aus, über seine Werke eine beliebige Botschaft vermitteln zu wollen? (geordnet vom "spirituellsten" zum am ausgesprägtesten "Gesellschaftbezogenen").D110 : über das Signifikat mit unterschiedlichen Spiritualitäten, oder weniger ausgeprägter Religiosität (von Barnett Newman bis Mark Rothko, von Roman Opalka bis Arnulf Rainer, ...). D130 : über den Signifikanten Vom Prinzip ausgehend, dass Arbeiten über die Signifikanten in sich einen angenommen Diskurs bergen (als Beispiel: "les châssis" von Daniel Dezeuze, etc., etc., ...). durch die Variationen der Realisierung Serienhaftigkeit, Multiplizierung (Claude Viallat, Niele Toroni, "Figurinen" von Antony Gormley, ...), Akkumulation oder Komprimierung (J. Chamberlain, Arman, César, ...), Subtilitäten und Variabilität der Materialien ("les blancs" von Rober Ryman; die Auflösungen von "Materie/ Leben" bei Roman Opalka oder bei On Kawara ; Gilberto Zorio, ...). ETO perso.orange.fr/eto.arts/ |